
Ein Spiel zu verlieren, weil man schlechter war, ist ärgerlich, aber irgendwann zu akzeptieren. Ein Spiel zu verlieren, weil man dem Gegner Tore schenkt, weil man mehr individuelle Fehler begeht, ist dagegen dämlich und nicht zu akzeptieren. Weder am Mittwoch in Hannover, noch am Samstag in Nürnberg hätte der FCN verlieren müssen, er tat es, weil jeweils einer der Innenverteidiger komplett in sich zusammenbrach. So bedingte der Auftritt in Hannover einen Personalwechsel, welcher wiederum die Niederlage gegen Stuttgart bedingte. Es mag zu kurz und zu plakativ sein, den Niederlagen die Namen Per Nilsson und Marcos Antonio zu geben, zumindest Taufpaten sind sie aber sicher.

Es ist erst das dritte Ligaspiel der Saison und schon bleibt kein anderes Stilmittel als die Wiederholung. Wieder fallen Tore nach Standardsituationen, wieder ist ein aggressives Pressing zu sehen, wieder ist Hiroshi Kiyotake der Spieler, der den Unterschied machte. Dieses Mal war der Japaner sogar an allen drei Toren beteiligt, bereite zwei per Standard vor und erzielte eins nach sehenswertem Solo selbst. Die Geschichte des Spiels kann also nur über ihn erzielt werden und darf nur in einem großen „Dōmo arigatō“ enden. Der FCN hat plötzlich einen Spieler, der Partien alleine entscheiden kann, er tat es beim Vorjahresvierten.
Hallo Folks! Am Sonntag werden wir das Forum und das Wiki bis ca. Mittwoch für eine ziemlich große Update Welle offline nehmen. Wir werden ein neues Betriebssystem auf den Server spielen und einige Änderungen in der Konfiguration vornehmen. Wir hoffen, damit die Performance verbessern zu können, und versuchen Euere gewünschten Verbesserungen (Tapatalk, etc.) mit einzubauen.…
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Der ein oder andere Nürnberger mag am Ende das Max-Morlock-Stadion sogar mit gemischten Gefühlen verlassen haben. Was wenn Mak nicht über das Tor geschossen hätte? Was wenn Balitsch es besser gemacht hätte? Was wenn Polter schneller mit dem Ball am Fuß wäre? Jedes Spiel liefert derartige Momente; Spiele gegen große Gegner weniger davon, diese brennen sich dann jedoch deutlicher ins Hirn ein. Dies gilt auch für das Spiel des FCN gegen den amtierenden Meister und Pokalsieger am Samstagnachmittag. Dennoch sollten die Gedanken an die verpassten Gelegenheiten nicht die Freude über eine taktisch hervorragende Leistung und einen verdienten Punkt trüben.

Was waren unter der Woche nicht für Beteuerungen zu hören. Die Mannschaft wollte die Pokalschmach ausmerzen, ihr anderes Gesicht zeigen; zeigen, dass die ordentliche Vorbereitung kein Strohfeuer war. Als Fan kennt man derartige Beteuerungen und weiß, dass das die Lippenbekenntnisse sind, die nun mal auf einen Ausflug ins Pokaldeppenland folgen müssen. Was man nicht erwartet ist, dass die Mannschaft tatsächlich wie ein Bundesligist auftritt, das erste Mal seit – auf den Tag genau – 20 Jahren in Hamburg siegt und zum zweiten Mal in Folge das Auftaktspiel gewinnt. Doch genau dies tat das Team des 1. FC Nürnberg am Samstagnachmittag. Natürlich noch mit Rost von 112 Tagen Bundesligapause und mit Hilfe eines schwachen Gegners, aber dennoch mit Recht.