Offener Brief an die Stadträte der Stadt Nürnberg und die Stadt Nürnberg

„Stadt NBG: Bekenne dich zu deinem größten Botschafter, dem FCN! Stadionumbau geht nur gemeinsam!“
Diese Worte standen am ersten Spieltag groß als Spruchband in der Kurve geschrieben. Sie erreichten über die TV-Kameras deutschlandweite Aufmerksamkeit. Die Betonung hierbei lag vor allem auf dem Wort „gemeinsam“.
Seit nun fast vier Jahren wurde ein Weg von Verein, Stadt und auch den Fans beschritten, um uns unserer neuen Heimat näher zu bringen.
Dieser bislang gemeinsam gestaltete Weg konnte vor allem deshalb so erfolgreich zurückgelegt werden, weil alle beteiligten Institutionen gemeinsam und an einem Strang gezogen haben. Das große Ziel: der mit Blick auf die marode Bausubstanz notwendige Neubau des Max-Morlock-Stadions mit positiven Effekten für den 1. FC Nürnberg – aber auch für die Stadt Nürnberg.
Leider ist nun mehr und mehr zu vernehmen, dass die Stadt Nürnberg diesen gemeinsamen Weg zumindest in Teilen wieder verlassen möchte. Daher sehen wir uns als Fans des 1. FC Nürnberg in der Pflicht, uns mit diesem offenen Brief direkt an den Stadtrat und die Stadtspitze zu wenden.
Liebe Stadträte, lieber Marcus König, lieber Andreas Krieglstein,
es ist nun an der Zeit, Farbe zu bekennen. Für den 1. FC Nürnberg, den größten Botschafter, den diese Stadt hat. Seid mutig, dieses Projekt in seiner bisher geplanten Form weiter voranzutreiben und umzusetzen. Haltet an den bisherigen Beschlüssen und Zustimmungen fest. Seid verbindlich in eurem Handeln, auch über eine Legislaturperiode hinweg. Wir haben jetzt die Chance, ein Projekt in Nürnberg und für den FCN zu einem erfolgreichen Ende zu bringen, von welchem sowohl die Stadt als auch unser Club langfristig profitieren werden. Die Frage sollte also nicht lauten, ob die Stadt finanzielle Mittel in ein Stadion investiert anstelle von gesellschaftlichen Projekten, sondern wie das Stadion die Finanzierung der gesellschaftlichen Projekte unterstützen kann. Unser aktuelles Stadion birgt mit seinem enormen Investitionsrückstau viele Risiken und bleibt dennoch defizitär. Nur ein Neubau löst dieses Problem und ermöglicht städtische Investitionen zum Wohle der Bürger. Nicht „Stadion oder Schulen/Kindergärten“ – sondern Schulen und Kindergärten durch das neue Stadion. Gestaltet als eine langfristige und nachhaltige Investition mit einem positiven Ergebnis – auch für den Kämmerer.
Die schwierige Haushaltssituation ist uns bewusst. Nur sind wir der Überzeugung, dass Zukunftskosten im Bestand und verpasste Chancen schwerer wiegen und wir uns von schwierigen Zeiten den Mut für die Zukunft nicht nehmen lassen dürfen.
Wir möchten mit diesem offenen Brief noch mal an die Gemeinschaft appellieren. Dieser Zusammenhalt hat uns die letzten Jahre durch dieses Projekt getragen und nur gemeinsam wird die Sache ein Erfolg. Gerade in der Öffentlichkeit müssen immer die Chancen betont werden. Gegenseitige Fehlersuche oder sogar Zweifel sind hier deplatziert. Der Club hat in den letzten Jahren gezeigt, dass er ein verlässlicher Partner ist. Die Stadt Nürnberg hat das selbstverständlich auch immer für sich beansprucht – wir vertrauen darauf.
Für uns Fans ist klar: Unsere neue Heimat soll das stimmungsvollste, gastfreundlichste und inklusivste Stadion der Republik werden. Stellt nun die Weichen, um eine neue Heimat für den Club zu schaffen. Wobei der Begriff „Heimat“ bedeutet, dass nur der 1. FC Nürnberg der Betreiber sein kann!
Als Tagesmieter in einer fremden Wohnung fällt es einfach schwer, sich zu Hause zu fühlen. Das alte Stadion war schon immer mit Auflagen belastet, die dem regelmäßigen Stadiongänger schnell deutlich machten, dass Fußball nur geduldet ist. Erinnern wir uns an den Wunsch der Fans, ein Toilettenhäuschen umzugestalten. Erst nach Jahren intensiver Verhandlungen wurde eine künstlerische Gestaltung mit Bezug zur Historie des 1.FC Nürnberg genehmigt. In anderen Stadien ist sichtbare Vereinsidentität ein Teil des Selbstverständnisses. In Nürnberg braucht es jahrelange Verhandlungen, um im gemieteten Wohnzimmer ein kleines Bild aufhängen zu dürfen.
Der bisher eingeschlagene Weg steht für eine Teilhabe auf Augenhöhe – zwischen dem Verein, der Stadt und den Fans und einer Kultur des Leben- und- leben- Lassens.
Wir Glubbfans müssen in diesem Prozess eingebunden werden. Nur so wird das Stadion unsere neue Heimat und langfristig mit Emotionen und Leidenschaft gefüllt.
Daher zum Abschluss der Aufruf an alle: Traut euch, dieses Projekt mit der Abstimmung im Dezember einen weiteren großen Schritt voranzubringen. Gemeinsam werden wir Großes erreichen!
Nordkurve Nürnberg mit den folgenden Gruppen und Fanclubs
Ultras Nürnberg 1994
Banda Di Amici
Fiasko Nürnberg 2001
Kaos Bagage Nürnberg
Red Devils Nürnberg
Seerose
Fanbeirat 1. FC Nürnberg
Rot-Schwarzes-Quartier e.V.
Oldschool Nürnberg
H3rzblut Nürnberg
The Culture
Nürnies
Clubfreunde Meckenhausen
Fränkisches Seenland
Glubbfans Feucht
Boxdorf
Glubbfans Oase
Tresenfreunde Möhrendorf
Gruppe Doscht Nürnberg
NBG 471
Supporters Club 1. FC Nürnberg
Langwasser Society
Frankenstolz Adelsdorf
1.FCN Fanclub Zappa 98 e.V.
Red Bulls Vach
Nürnberg 451
GLUBB KULDUR
Rot Schwarze Klosterbrüder
Bockpfeiffer
FCN Fans Neumarkt
Souphpark Nürnberg
FIMA
Die Besessenen Königstein
Zarate Kids 14
Stausee Piraten
Biernot Nürnberg
Rot-Schwarz-Rawetz
Clubfreunde Wendelstein
Rot-Schwarz-Eltersdorf 07
Stammtisch Neumarkt
Erlangen Dub Zitty 2001
Fän-Glubb 2010 Franken Gallier
Fan-Glubb 9736
1.FCN Fanclub Rot-Schwarze Franken 1981 e.V.
1.FCN Fanclub Wig Wam
Veinticinco Pinola
Riemenkalle
1.FCN Fanclub Himmelhunde Hartmannshof
Regnitzgrund Möhrendorf
Glubbstuberl Bubenreuth

